Lust'ge und traurige Vögel!

Konzert des Grossen Chors der Hochschule für Musik Basel, Leitung: Martin Wettges

Donnerstag, 06.06. | 20:00 | Grosser Saal

Durch die Musikgeschichte ziehen sich die unzählbaren Versuche, Vogelrufe unmittelbar musikalisch nachzubilden, mit der menschlichen Stimme oder Instrumentaleffekten zu imitieren und so in die musikalische Faktur der Kunstmusik zu integrieren. Mit ornithologischem Interesse illustrieren Donato, Weelkes und Williams das Gackern, Tirilieren und Flöten von Henne, Nachtigall, Drossel, Amsel und Kuckuck. Auf einer abstrakteren Ebene steht der der jährliche Vogelzug nach Nord und Süd für Vergänglichkeit und Abschied, wie bei Fanny und Felix Mendelssohn: Lust’ge Vögel in dem Wald, singt, solang es grün! Ach, wer weiß, wie bald alles muß verblühn. Andere gefiederte Gesellen werden zu Symbolen (allzu) menschlicher und unmenschlicher Verhaltensweisen: Der Basler Komponist Silvan Loher verzweifelt daran, wie schon Orlando Gibbons 400 Jahre vor ihm, dass heutzutage ja mehr Gänse als Schwäne leben, more fools than wise. Im Beatles-Song Blackbird symbolisiert die Amsel Xenophobie und Ausgrenzung von Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, während Brahms’ Falke im Fiedergewand unwidersprochen seine sexistische Weltsicht teilen darf.

Der grosse Chor der Hochschule für Musik führt gemeinsam mit Solist:innen aus den Gesangsklassen und einem Instrumentalensemble der Schola Cantorum durch das Vogelhaus.

Natàlia Sanchez, Sopran
Damiano Capelli, Bariton

Jan Fuss, Blockflöte
Cecilia Massenzana, Blockflöte
Mariona Camats, Cello
Christian Velasco, Theorbo
Mélanie Flores, Cembalo 
Sergio Flores, Cembalo

Martin Wettges, Dirigent

Hochschule für Musik Basel FHNW, Klassik

Leonhardsstrasse 6, 4051 Basel

20:00

Reservation
50 von 50 Plätzen frei.
Alle Plätze voll

Weitere Veranstaltungen

20.06.
Donnerstag

Jazzcampus

Jazzcampus Performance Stage

19:30

Reservation
45 von 45 Plätzen frei.
Alle Plätze voll