Big Basel Festival: Christian Muthspiel – Orjazztra Vienna

Lisa Hofmaninger, Fabian Rucker, Nikolaus Holler, Ilse Riedler, Robert Un-terköfler, Florian Bauer (sax/cl), Gerhard Ornig, Lorenz Raab, Dominik Fuss (tp/flh), Alois Eberl, Daniel Holzleitner, Christina Lachberger (tb), Philipp Nykrin (p), Judith Ferstl, Beate Wiesinger (b), Judith Schwarz, Marton Juhasz (dr); Christian Muthspiel (comp/ld)

Freitag, 28.10. | 20:00

Orjazztra Vienna

Christian Muthspiel: "Grossbesetzungen im Jazz sind rar geworden. Unter anderem durch den Verfall der Gagen im letzten Jahrzehnt geht eine Kultur verloren, welche die Geschichte einer der grössten musikalischen Erfindungen des 20. Jahrhunderts mitgeprägt hat: Von Duke Ellington bis Carla Bley, vom Sun Ra Arkestra bis zum Vienna Art Orchestra gehörten grossbesetzte Bands immer zum Kanon der improvisierten Musik.
Mit dem 18-köpfigen Orjazztra Vienna erfülle ich mir nun – den Zug der Zeit ignorierend – den Traum eines eigenen Jazzorchesters, den ich seit 2004 und meinem Weggang vom Vienna Art Orchestra träume.

Österreich und Wien besitzen derzeit eine schier unglaublich dichte Szene junger, grossartiger Musikerinnen und Musiker, die in vielen eigenen Bands musizieren, die neugierig, experimentierfreudig, weltoffen und allesamt sehr gut ausgebildet sind und somit auch technisch auf höchstem Niveau spielen.
Zum überwiegenden Teil besteht das Orjazztra aus jungen Menschen dieser heimischen Szene, ist mit doppelter Rhythmusgruppe (zwei Bässe, zwei Schlagzeuge), Klavier, einem sechsköpfigen Saxophon/Klarinettensatz, drei Trompeten, zwei Posaunen und einer Tuba ungewöhnlich besetzt und eher als zeitgenössisches Jazzorchester denn als Big Band zu bezeichnen.

Nach nunmehr 35 Jahren als Komponist, Dirigent und Instrumentalist, immer zwischen den Stühlen agierend bzw. diese regelmäßig wechselnd – vom Leiten zahlreicher Jazzbands bis zum Dirigieren einer Mahler-Symphonie, vom Komponieren für Symphonieorchester bis zur Produktion der Signations für Ö1 –, soll das Orjazztra für die nächsten Jahre nun mein musikalischer Schwerpunkt und die grösstmögliche gemeinsame Schnittmenge der Summe dieser Erfahrungen werden: Ein orchestraler Zugang zum zeitgenössischen Jazz über komplexe Partituren, die gleichzeitig den individuellen Solistinnen und Solisten den entsprechenden improvisatorischen Freiraum geben, klanglich geprägt von einem akustischen, in diesem Fall bewusst elektronikfreien, an den Tugenden klassischen Orchesterspiels geschulten Zusammenklang."

Hochschule für Musik, Jazz

Jazzcampus Performance Stage

Utengasse 15, 4058 Basel

20:00

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45 von 45 Plätzen frei.
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