Musik Akademie Basel
JAZZCAMPUS
Fachhochschule Nordwestschweiz - Hochschule für Musik

Workshop

Emmet Cohen Trio

Workshop

Emmet Cohen Trio: Emmet Cohen (p), Russell Hall (b), Kyle Poole (dr)

Sa 10.10.2020 | 14.00 – 15:30 (nicht öffentlich)

Das einstige Wunderkind Emmet Cohen (*1990) erhielt bereits mit drei Jahren Klavierunterricht nach der Suzuki-Methode, die Shinichi Suzuki selbst als „Muttersprachenmethode“ bezeichnete: Analog zur Sprache basiert sie auf dem Hören, Beobachten und Nachahmen, verzichtet zunächst auf Notenlesen,  erarbeitet ein vom Erfinder entwickeltes Repertoire und gewichtet wöchentlichen Einzelunterricht und Gruppenspiel gleichermassen. Seinen Bachelor erwarb Emmet in Miami, den Master an der Manhattan School of Music in New York, und bereits als 20-Jähriger nahm er 2010 mit Greg Gisbert, Joe Sanders und Rodney Green sein Debütalbum "In the Element" auf. 2011 war er Finalist bei der Monk Competition und gewann 2019 den American Pianists Award, nachdem er dabei bereits zweimal Finalist war.  In seinen "Masters Legacy Series" beschäftigt er sich mit der Jazzgeschichte und nahm bisher mit Yasushi Nakamura und Jimmy Cobb (2017), Ron Carter "(2018), Benny Golson und Tootie Heath "(2019) und mit George Coleman (2019) vier Alben auf.  Neben seinem Trio stand er mit Kurt Elling, Billy Hart, Brian Lynch und Lea DeLaria auf der Bühne, ist Mitglied von Christian McBrides Trio "Tip City" und arbeitet mit der Jazzsängerin Veronica Swift.

Cohen lebt im New Yorker Stadtteil Harlem und trat in Clubs wie dem Birdland, Blue Note, Dizzy's Coca-Cola, im – seit September geschlossenen – Jazzhus Montmartre (Kopenhagen), im Ronnie Scott’s in London als Hammond B-3-Spieler und auch im Smoke in New York auf.

Der Bassist Russel Hall stammt ursprünglich aus Jamaika und ist etwa 1995 geboren. Er war 2012 Mitglied der Jazz Band of America, des Vail Jazz Workshops und Finalist des Young Arts and Grammy Jazz Ensembles. Im Jahr darauf war er Teil des Emmy-nominierten Films "HBO: Masterclass with Wynton Marsalis". Anschließend studierte er an der Juilliard School bei Ron Carter, Wynton Marsalis und Ben Wolfe und spielte mit spielte mit Musikern wie Branford und Wynton Marsalis, Kathleen Battle, Wayne Shorter, Roy Haynes, den Heath Brothers, Barry Harris, Dee Dee Bridgewater, Mwenso & The Shakes oder Jon Batiste. In seinem Bandprojekt The Enigmatics spürt er dem Geheimnis und der Magie von Meistern wie Thelonious Monk, Willie The Lion Smith und Dizzy Gillespie nach und lässt sich von Lester Young und Billie Holiday inspirieren.
In den folgender Jahren spielte Hall u. a. mit Joey Alexander (My Favorite Thing), Herlin Riley (New Direction), Allan Harris (Nobody's Gonna Love You Better) und im Trio von Emmet Cohen (Dirty in Detroit, mit Kyle Poole). In seinem gegenwärtigen (2019) Bandprojekt The Enigmatics, das die Musik von Thelonious Monk, Lester Young, Willie The Lion Smith und Dizzy Gillespie interpretiert, spielen Ruben Fox (ts), Sean Mason (p) und Evan Sherman (dr). Im Bereich des Jazz verzeichnet Tom Lord zwischen 2014 und 2017 sechs Aufnahmesessions, an denen Hall beteiligt war.

Kyle Poole, der Drummer, ist 1994 in Los Angeles geboren und kam 17-jährig nach New York, wo er mit Musikern wie Paul Jeffrey, George Cables, Jeremy Pelt, Mike LeDonne, Peter Bernstein, Frank Lacy, Stacy Dillard und Joel Frahm arbeitete. 2012 war er Semifinalist beim Thelonious-Monk-Wettbewerb. Auch gehörte er der Band von Eric Wyatt an, zu hören auf den Alben Borough of Kings (2013), u. a. mit Duane Eubanks und Look to the Sky (2016). Aufnahmen entstanden auch mit Sandy Taylor (Standard Deviation, 2013), Massimo Faraò (Swingin’, 2017) und Mark Kavuma (Kavuma, 2018). 2016 gastierte er mit Wynton Marsalis & The Young Stars of Jazz auf dem Festival Jazz in Marciac. Gegenwärtig (2019) spielt er im Trio des Saxophonisten Charles Owens und leitet die Band "Poole & The Gang", mit der er in New Yorker Jazzclubs wie der The Jazz Gallery auftritt. Eine der Hauptaufgaben von Poole ist, das Publikum des Jazz zu erweitern, indem alle Tanzstile der Musik einbezogen werden, Ragtime und Bebop, Funk, Hip-Hop und darüber hinaus. Mit der ständigen Fluktuation von Genre, Rhythmus und Harmonie verbindet "Poole & the Gang" diese musikalischen Punkte auf einzigartig improvisierte Weise, während das Publikum weltweit erfreut ist, einfach "mit dem Fluss mit zu gehen".