Musik Akademie Basel
JAZZCAMPUS
Fachhochschule Nordwestschweiz - Hochschule für Musik

Konzerte

Wolfgang Muthspiel (g & voc) / Songs and Improvisations

Basel Plucks - 11. Oktober 18:15, Grosser Saal der Musik-Akademie Basel

Wolfgang Muthspiel, international gefeierter und anerkannter Gitarrist, sorgt als Künstler mit tiefer Integrität, Intelligenz und kühner Musikalität für weltweite Aufmerksamkeit. Sowohl stilles Charisma und Eleganz als auch atemberaubende Technik und risikofreudige Musikalität zeichnen Konzerte von Muthspiel aus. Seine ganz eigene musikalische Sprache vermittelt Offenheit in grenzüberschreitenden, kompositorischen Strukturen.
Sein Label material records, das neben Muthspiels eigenen Projekten auch Arbeiten anderer Künstler des Jazz- und Klassikgenres veröffentlicht – brachte im Frühjahr 2010 bereits sein 29. Album hervor „Life at the Jazz Standard“ ein Duo mit seinem ehemaligen Lehrer Mick Goodrick. Neben seinen Jazz-Projekten ist Muthspiel auch als Komponist für zeitgenössische Ensembles tätig. Er erhielt Kompositionsaufträge vom Ensemble für Neue Musik/Zürich, vom österreichischen Kunst- und Kulturministerium, vom Klangforum Wien, vom Ensemble Marimolin aus Boston, vom Violinisten Beni Schmid sowie kürzlich von der Österreichischen Esterhazy Privatstiftung aufgrund des Haydn Jahres 2009. Dank seiner musikalischen Vielseitigkeit erhielt Wolfgang Muthspiel 1997 den Hans Koller Preis für den Musiker des Jahres und wurde 2003 zum Europäischen Jazzmusiker des Jahres gekürt.

Unter seinen derzeitigen Projekten findet sich das Duo „Friendly Travelers“ mit Schlagzeuger Brian Blade, das Wolfgang Muthspiel 4tet (mit dem Schweizer Pianisten Jean-Paul Brodbeck), MGT „From a Dream“ mit Slava Grioryan und Ralph Towner, das „drumfree trio“ (mit Larry Grenadier und Chris Cheek sowie seine sich ständig weiterentwickelnde Solo-Performance mit verschiedenen Gitarren und Loops.


Wolfgang Muthspiel wurde 1965 im steirischen Judenburg als Sohn eines Chorleiters geboren. Im Alter von 6 Jahren begann er Violine zu lernen und wechselte mit 15 Jahren zur Gitarre. Bereits in jungen Jahren entwickelte Muthspiel ein großes Interesse an der Improvisation. An der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz studierte er daher sowohl klassische Gitarre als auch Jazzgitarre. Er gewann zahlreiche Wettbewerbe für klassische Musik, darunter auch den Internationalen Gitarrenwettbewerb in Mettmann/Deutschland.

 

 


1986 verließ Wolfgang Muthspiel Österreich und zog nach Boston um am New England Conservatory bei Mick Goodrick und David Leisner zu studieren. Später erhielt er ein Stipendium des Berklee College of Music, welches er 1989 mit „Magna Cum Laude“ abschloss. In Berklee traf er auch auf Gary Burton, der ihm sogleich den Gitarrenpart im Gary Burton Quintet anbot, jener Part, der seit Pat Methenys Ausscheiden 12 Jahre lang unbesetzt blieb. Von 1995 bis 2002 lebte Muthspiel in New York und arbeitete an zahlreichen unterschiedlichen Projekten, wie etwa mit Rebekka Bakken, Trilok Gurtu, Brian Blade, Dhafer Youssef, Youssou N`Dour, Maria Joao, Dave Liebman, Peter Erskine, Paul Motian, Marc Johnson, Bob Berg, Gary Peacock, Don Alias, Larry Grenadier, John Patitucci, Dieter Ilg und viele mehr. Seine Alben mit Rebekka Bakken und seinem Bruder Christian Muthspiel waren schließlich auch die ersten Veröffentlichungen seines im Jahr 2000 gegründeten Labels material records.
Muthspiel ist Dozent am Jazzcampus der Hochschule für Musik in Basel.

 

„Muthspiel hat alle intellektuellen und technischen Fertigkeiten um die Momente der Magie zu nutzen.“
Die Presse, Samir H. Köck, 2009

„Endlich wieder solo – voll Emotion, feinem Rhythmus und prächtigem Spielwitz. Saitenweise. In einem seiner musikalischen Alleingänge führte Wolfgang Muthspiel im Porgy & Bess in seine wunderbare Welt des vielschichtigen Gitarrenklangs. Von Zeit zu Zeit muss das sein. Ein Jazzfest-Wien-09-Leckerbissen!“
Krone, Verena Kienast, 2009

„Muthspiel combines a flawless technique honed by classical training with a restless musical imagination as likely to derive inspiration from Bach as from the blues or the Beatles.“
London Times

„Wolfgang Muthspiel is a shining light of the contemporary jazz-guitar generation.“
The New Yorker