Musik Akademie Basel
JAZZCAMPUS
Fachhochschule Nordwestschweiz - Hochschule für Musik

Konzerte

by Autumn De Wilde

Ambrose Akinmusire Quartet

Ambrose Akinmusire (tp), Sam Harris (p), Harish Raghavan (b), Rodney Green (dr)

Jazzcampus Club | 11. März 2016 | 20.30h | Eintritt CHF 25.-/18.-

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19-jährig war der Ausnahmetrompeter und Student der Manhattan School of Music, als ihn Steve Coleman mit seinen Five Elements mit nach Europa nahm. Entdeckt hatte Colman den 1982 als Sohn nigerianischer Eltern geborenen Ambrose Campbell-Akinmusire im Berkeley Abitur Jazz Ensemble. Resistance Is Futile heisst das Album der Five Elements, das 2001 in Montpellier live aufgenommen wurde. Akinmusire besuchte das Monk Institute in Los Angeles und arbeitete mit Herbie Hancock, Wayne Shorter und Terence Blanchard. Er gewann viele Preise – 2007 etwa die prestigeträchtige Thelonious Monk International Jazz Competition – und nahm sein Debüt-Album Prelude auf. 2008 spielte er mit Vijay Iyer auf dem Chicago Jazz Festival, wirkte bei Esperanza Spaldings Album Esperenza mit, und als Sidemen war er auch bei Jack DeJohnette dabei (2014), bei Jason Moran und Gerald Clayton.

„Ich spielte mit Joe Henderson, Donald Bailey und Billy Higgins – aber mit Steve Colmans Band war’s einfach verrückt, überwältigend, und auch die Beziehung zu Jason Moran, der mir vom Alter her am nächsten ist, ist enorm wichtig für mich“, erklärte er vor zwei Jahren in einem Interview mit Down Beat. Und zur Frage der religiösen und spirituellen Komponente in der Musik, das sei eine der Seiten, für die der Wayne Shorter so liebe. „Die meisten gehen in diese Welt hinein und sagen danach, ‚es hat Spass gemacht‘. Aber Wayne ist da, zu 100 Prozent, und er bleibt da. Das ist, was ich auch erreichen möchte und was auch ein paar andere versuchen, die darum wissen, aber die meisten von uns kennen das nicht. Joni Mitchell war dort und auch Trane.“

2011 folgte das  Blue Note-Album When the Heart Emerges Glistening, von Down Beat mit vier Sternen ausgezeichnet und Jason Moran als Co-Produzent. Vom damaligen Quintett sind im Jazzcampus Club auch Walter Smith am Tenor und Bassist Harish Raghavan zu hören, während am Piano Sam Harris und Rodney Green an den Drums mit dabei sind.

Akinmusire ist ein demokratisch eingestellter Bandleader, glücklich mit seiner Band, in der sich alle seit langem kennen: „Auch wenn wir jeden Abend spielen, ist es nie ganz dasselbe. Und wenn wir mal zehn oder elf Stunden gereist und nicht geschlafen haben, gibt jeder immer alles. Es ist wunderbar. Und wenn es aufgeht, ist das super stark. Das Vertrauen, das wir auf und neben der Bühne ineinander haben, ist das Ergebnis des offenen und unverblümten Gesprächs untereinander, so genügt oft ein Blick, wenn einer von uns nicht restlos alles geben kann“.

Akinmusires Musik ist oft asymmetrisch und auch nicht im Schema Thema-Solo-Thema verankert, sie scheint wie jedes Mal neu konzipiert. „Ja“, meint Ambrose, „ich habe mal mit Wayne darüber gesprochen. Er sagt, dass es mit einer Komposition noch nicht getan sei. Man müsse einen Song jedes Mal neu leben, um ihn in ihrer Kadenz zum Publikum zu bringen. Das Ganze ist ein Prozess, der nie aufhört, ein Prozess, bei dem das Konzert Teil davon ist“.

http://www.ambroseakinmusire.com/

Reservation unter: club@jazzcampus.notexisting@nodomain.comcom