Musik Akademie Basel
JAZZCAMPUS
Fachhochschule Nordwestschweiz - Hochschule für Musik

Konzerte

Chris Cheek, Jeff Ballard, Lionel Lueké

Jeff Ballard Trio - "groovin' new York"

Jeff Ballard (drums, perc), Lionel Loueké (guitar, voice), Chris Cheek (saxes)

Jazzcampus Club | 19.09.2016 | 20:15 (Workshop 13:00-16:00)

Der 53-jährige Schlagzeuger Jeff Ballard eröffnete Anfang Jahr zusammen mit Larry Grenadier am Bass (und dem österreichischen Gitarristen Wolfgang Muthspiel) als Opener Band die Session im Jazzcampus Club. Die beiden US-Musiker waren im Mai im Trio mit Brad Mehldau und einem begeisternden Konzert auch am Offbeat im Stadt-Casino zu hören. Nun präsentieren Jazzcampus Club und Offbeat – als dessen Saisonauftakt – gemeinsam das hoch energetische Trio Ballards mit dem Gitarristen und Vokalisten Lionel Loueké und dem Saxophonisten Chris Cheek: Drei Musiker, die zur absoluten Spitze der internationalen Jazzszene gehören und an der Seite von Musikern wie Herbie Hancock, Charlie Haden, Bobby Hutcherson, Pat Metheny oder Paul Motian selbst zu Grössen wurden.

Das Jeff Ballard Trio spielt eine durch und durch rhythmische Musik, manchmal mitreissend funkig oder elektrisierend rockig, doch es scheut sich weder vor einer Ballade noch frei zu spielen – und schon gar nicht, afrikanische, karibische oder südamerikanische Elemente zu verwenden. Dabei präsentieren die drei Musiker sowohl eigene wie auch absolut eigenständig interpretiere Cover-Titel ­– Musik von Johnny Winter über Queen bis zu einem anrührenden Stück wie Gershwins "The Man I Love". Musik, die niemanden kalt lässt.

Ballard, einer der vielseitigsten Drummer, wuchs in Kalifornien auf und studierte auch dort. Mit 25 ging er zu Ray Charles und spielte für drei Jahre in dessen Band: "Obwohl wir oft jeden Abend die gleichen Songs und Arrangements spielten, vermochte uns Ray immer das Gefühl zu geben, als sei es zum ersten Mal. Ich musste bloss seine Füsse beobachten und wusste, wo er musikalisch war und was er wollte. Was für eine großartige Schule!" 1990 ging Jeff nach New York und spielte mit Musikern wie Lou Donaldson, Eddie Harris, Bobby Hutcherson, Mark Turner, Larry Grenadier, Kurt Rosenwinkel, Avishai Cohen, Guillermo Klein oder Ben Allison. 1999 begann seine Zusammenarbeit mit Chick Corea; er tourte auch mit Gary Burton und Pat Metheny und leitet die Gruppe Fairgrounds. Dort ist u.a. auch Larry Grenadier dabei, mit dem er zusammen mit Mark Turner das Trio Fly bildet, das für ein aussergewöhnliches Interplay steht.

Lionel Loueké ist 1973 in Benin geboren, begann 17-jährig sein Musikstudium an der Elfenbeinküste und setzte es vier Jahre später in Paris fort. Ein George-Benson-Album und die Begegnung mit der Musik von Gitarristen wie Bill Frisell und Pat Metheny lenkten ihn in Richtung Jazz und Fusion. Ab 1999 folgten zwei Jahre Berklee College of Music, später das Monk Institute of Jazz an der University of Southern California. Dort lernte er auch Herbie Hancock und Terence Blanchard kennen, mit denen er Alben aufnahm. 2005 folgte Louekés erste Platte unter eigenem Namen: im Trio mit Bassist Massimo Biolocati und Drummer Ferenc Nemeth. Hancock und auch Wayne Shorter sind später als Gäste des Trios auf dem Bluenote-Album dabei. Loueké arbeitete auch mit Angélique Kidjo und Esperanza Spalding, war in den frühen 2010er Jahren mit Herbie Hancock auf Tourneen und nahm mit Charlie Haden auf.

Chris Cheek kam 1968 in Missouri zur Welt und spielt Saxophon, seit er zwölf ist. Er studierte in Boston bei Joe Viola, Hal Crook und Herb Pomeroy und ging 1992 nach New York. Dort arbeitete er u.a. mit Paul Motians Electric Bebop Band, Seamus Blakes The Bloomdaddies und Charlie Hadens Liberation Music Orchestra. Er nahm mehrere Platten als Leader von Bands auf, zu denen Musiker wie Kurt Rosenwinkel, Jorge Rossy, Mark Turner, Jorge Rossy, Ben Monder, Marc Johnson, Brad Mehldau, Ethan Iverson oder Ben Street gehören. Cheek ist auf mehreren Alben von Guillermo Klein und Los Guachos dabei und hat auch zwei mit Wolfgang Muthspiel aufgenommen. Er spielte mit Stephan Crump und Miguel Zenón, aber auch mit den Schweizern Daniel Schenker und Chris Wiesendanger.

Baröffnung um 19:30 Uhr

Tickets unter: www.offbeat-concert.ch