Musik Akademie Basel
JAZZCAMPUS
Fachhochschule Nordwestschweiz - Hochschule für Musik

Konzerte

30. April - International Jazz Day 2016

17:00 Otollo4 (Performance)
18:00 Marc Mezgolits Quartet (Club)
19:00 Malcolm Braff solo piano (Saal)
20:15 Matthieu Michel / Jean-Christophe Cholet (Club)
21:20 Aydin Esen solo piano (Saal)
22:15 Mantocliff (Performance)
23:30 Alberto Garcia Trio (Club)

"Soundtrack des 20. Jahrhunderts", "Klassik der Moderne", "erste globalisierte Musik der Geschichte", "Amerikas Beitrag zur Weltkultur", "Weltsprache" – solche Bezeichnungen zeigen: Dem Jazz  kommt in der Musikgeschichte eine ganz besondere Bedeutung zu und dies nicht nur, weil er sich als eine der ersten populären Stile weltweit verbreitet hat. Entstanden um 1900 in den Südstaaten der USA aus der Befreiungsbewegung afrikanischer Sklaven, war der Jazz von Anfang an Ausdruck der Verschmelzung verschiedenster Kulturen. New Orleans war eine absolut multi-ethnische Stadt: Schwarze und Weisse, Menschen aus Nord- und Südamerika, Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Irland, aus Osteuropa, Russland und China waren hier eingewandert, spielten ihre Musik – zuerst für sich, dann gemeinsam.

Der Jazz in seinem Ursprung war verbindendes Element im Kampf gegen die Rassendiskriminierung. Er hat sich wie keine andere Musik zuvor mit Schallplatten und den aufkommenden Massenmedien verbreitet und seither unterschiedlichste Ausprägungen gefunden. Der Jazz hat ethnischen Musiktraditionen verschiedenster Provenienzen aufgenommen und ihnen Impulse zurückgegeben, Eigenes und Neues hervorgebracht – er hat aber auch die "ernste Musik" und die ganze populäre Musik entscheidend beeinflusst. Und in all seinen schier unendlich scheinenden Idiomen ist der Jazz bis heute ein  Lebensgefühl geblieben, ein Symbol für Freiheit, Toleranz, Dialog, Demokratie und Gleichberechtigung.

Die Generalkonferenz der UNESCO hat 2011 den  30. April zum "International Jazz Day" ausgerufen. Das Datum fällt mit dem Abschlusstag des "Jazz Appreciation Month" zusammen, mit dem die USA den Jazz besonders feiern.

Offbeat Jazzfestival Basel und der Jazzcampus Club begehen den "International Jazz Day" gemeinsam und mit einem Programm, das nicht weniger als sieben Konzerte umfasst und um 17.15 Uhr startet. Dabei sind auch drei international renommierte Pianisten zu hören: Aydın Esen aus der Türkei und der Schweizer Malcolm Braff solo und Jean-Christophe Cholet mit dem wunderbaren Trompeter Matthieu Michel und ihrem New Quartet.

Das Festival wird im Jazzcampus Club am Sonntag um 18 Uhr fortgesetzt mit Colin Vallon solo und der Sängerin Maria Pia de Vito, die mit ihrem Pergolesi-Projekt im Quartett mit François Couturier, Anja Lechner, Michele Rabbia auf Label ECM debütierte.

Infos unter www.offbeat-concert.ch