Musik Akademie Basel
JAZZCAMPUS
Fachhochschule Nordwestschweiz - Hochschule für Musik

Konzerte

Eva Klesse Quartett

Jazzcampus Session

Opener Band: Eva Klesse Quartett

Mi 09.10.2019 | Jazzcampus Club | 20:30

„Ohne sich in den Vordergrund zu spielen, leitet Eva Klesse die Band vom Schlagzeug aus und verbindet dabei impulsives Musizieren mit klang-rhythmischer Sensibilität. Sie liebt ein luftiges, atmendes, filigranes Spiel. Wenn man sie dabei beobachtet, merkt man wie organisch sie sich in diesem zu entfalten vermag. Im umfassenden Sinn Musikerin möchte sie sein, nicht die exzentrische Solistin am Instrument. Insofern verwundert es kaum, dass sie sich nicht nur von Meistern an den  Drums, sondern ebenfalls und vielleicht noch stärker von Pianisten, Bassisten und Vokalisten inspirieren lässt,“ so  der bekannte deutsche Jazzpublizist Bert Noglik in seinen Liner Notes zum Erstling Eva Klesses.

Aufgewachsen ist die 1986 geborene Drummerin in der nordrhein-westfälischen  Wallfahrtsstadt Werl, die zwischen Sauerland, Münsterland und Ruhrgebiet liegt, in einer musikalischen Familie. Mit elf Jahren begann sie mit dem Schlagzeug, anfänglich standen jedoch eher Pop und Rock im Vordergrund. Ihre eigene „Wallfahrt“ führte 2005 für das Studium nach Leipzig – nicht Musik, sondern Medizin, „aber schon mit dem Hintergedanken, in eine sehr musikalische Stadt zu gehen.“ Bereits am Tag ihrer Immatrikulation rückten jedoch konkrete Band-Pläne ins Zentrum, der Jazz war so unabwendbar wie das Schlagzeugstudium an der Leipziger Musikhochschule – „ein Glücksfall für den deutschen Jazz“ (DER SPIEGEL). Als einflussreichste Lehrer nennt sie Heinrich Köbberling, Drummer im Trio Julia Hülsmanns, Richie Beirach und Ari Hoenig. (JAZZ'N'MORE 1/18)

Ein Jahr ist es her, seit JAZZ'N'MORE Eva Klesse erstmals porträtierte. Inzwischen wurde die Drummerin als erste Instrumentalprofessorin Deutschlands an die Jazzabteilung der Musikhochschule Hannover berufen – 56 Jahre nachdem in Dresden der erste Jazzstudiengang konzipiert und realisiert wurde. Jetzt legt Eva Klesse nach Xenon (2014) und Obenland (2016) mit ihrem seit 2014 bestehenden Quartett das dritte Album vor, für "chamber jazz quartet", wie der Untertitel lautet: Zehn Songs von aussergewöhnlicher Transparenz bei gleichzeitiger Dichte, melodiöser und rhythmischer Stringenz. Dabei wirken die sechs Klesse-, drei Frischkorn-Piecen und die Ring-Komposition, so unterschiedlich sie sind, wie aus einer Feder, ein intensiver, gut hörbarer, erstaunlicher Jazz mit Tiefgang. Bei einer Songdauer von drei bis achteinhalb Minuten kann der Begriff Miniaturen leicht in die Irre führen und meint wohl eher eine Beschränkung auf das Wesentliche der Aussagen, die nicht mäandernd in die Länge gezogen werden. Das Bemühen um Einfachheit und Klarheit, die Reduktion auf den Kern der Themen, geht allein schon vom Schlagzeug aus, das nicht mit üppig durcheinander gewirbelten Rhythmen dominant im Vordergrund steht. Eva Klesse setzt ihre Musiker optimal in Szene und spielt gerade so viel, wie die Songs benötigen. Der Grundton der vorwiegend langsamen Stücke ist ein eher nachdenklicher, wenn nicht da und dort gar ein melancholischer, verstärkt dadurch, dass selbst in den Soli nicht alles ausgepackt wird, was individuell an Können vorhanden ist. Vielmehr scheinen die Stücke wie gereift, vielleicht sind sie, das subtile Interplay legt die Vermutung nahe, sogar in mehreren Konzerten bereits bühnenerprobt – und trotzdem oder gerade deswegen gespickt mit wunderschönen Details und Überraschungen. (Steff Rohrbach, JAZZ'N'MORE 1/19)

Evgeny Ring (sax), Philip Frischkorn (p), Stefan Schönegg (b), Eva Klesse (dr)

Barbetrieb ab 20:00
Eintritt frei
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